Conquering Räuber Hotzenplotz

Dezember 10, 2008 at 7:49 pm (Uncategorized)

Buxtehude naht, und Herrchen und Katzi haben seit geraumer Zeit wieder mal richtig Bögge auf diese Art action. Außerdem fehlen seit Wochen die Käserollis im Haus.

Eine Woche vorher gibts mal wieder 100% Barf, denn nur das gibt ordentlich Tinte aufn Füller. Gestern morgens Fisch von Animonda, und abends satte 350g Pute nur mit e.a.s.y. supplementiert und bissl Hanföl. Der Hammer.

Hämeisen fehlt nach wie vor, das versuchen wir mit Herzen aufzufangen, aber das reicht natürlich nicht. Das ist unser Vorsatz für 09.

Taurin ist vorerst abgesetzt, weils sonst ja eh nur wieder Mecker wegen dem „zu weichen Fell“ gibt. Papperlapapp sagen wir dazu, den weiches Fell rult galore. Aber man will die Richterhand ja nicht brüskieren.

Mal sehen wie die das am Wochenende sehen.

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Off topic

November 17, 2008 at 6:38 pm (Uncategorized) (, )

Ich hab wenig Motivation, sonderlich vom eigentlichen Thema hier abzuweichen und finde Alltagsbloggerei ja eigentlich schon ziemlich dämlich.

Trotzdem muss ich grad mal was los werden.

Gerade hörte ich von britischen Schulen, die incentives für ihre Schüler bereit halten, um ihre Lernleistung zu verbessern: wie bei den von mir so geliebten auf Effizienz bedachten Neustudis dreht sich somit alles um credits – um Leistungspunkte also.

Schuluniform sitzt nicht ordnungsgemäß? 10 Punkte Abzug.

Ständiges Schwätzen in der Stunde? 5 Punkt Minus.

Tollen essay geschrieben oder supi Bild gemalt? Plus 50 credits.

Und so weiter.

X-Box gibts für 2000 credits, MP3-Spieler 1700, Fußball 130.

Scheinbar versuchen die Länder europaweit, sich PISA-mäßig zu pushen.

Die Frage, die sich daraus ergibt ist klar: Ist der Ansatz vielleicht völlig daneben? Muss man materieller Güter anbieten, damit ideell noch was geht? Und wenn dem so ist, was sagt das über Zeit und Gesellschaft – wenn also die X-Box (oder schlimmer noch: die kindische Wii) wichtiger ist als das Wissen beispielsweise um den Punk, der am 11.08. 480 v. d. Z. bei den Thermopylen abgegangen ist?
Unausweichlich wird die Misere wenn sich zeigen sollte: die Briten sind mit ihrer Taktik erfolgreich.
Was dann?

Sicher, NEPS arbeitet auch mit incentives, aber dort erbringen die Schüler ja auch eine extracurriculare Extraleistung.

So.

Zu guter Letzt: Ich hasse Laubbläser!

Haben sich zur Zeit von Rechen und Schubkarre eigentlich auch alle die, die sich heute so peinlich genau um abgestorbene Blätter kümmern, um Reinlichkeit auf Gehweg und Rasen gesorgt?
Ich mutmaße: nö.

Ist das irgendein Männlichkeitsding das ich nicht raffe, wenn irgendwelche Proletarier mit einem riesen Rohr in der Hand über den Boden blasen?
Muss man sich schämen, wenn man Baumärkte meidet und in der STIHL-Abteilung nicht in Verzückung gerät?
Schaffte es nicht Arbeitsplätze, einem Proll den Motor aus der Hand zu nehmen und dafür zweien der gleichen Sorte Rechen in die Hand zu drücken?

Ich merke, ich steigere mich rein. Unnötig.

Die Fakten:

110 dB. Presslufthammermäßig.
320 km/H. Derber Orkan in Bodennähe. Sicher doll ökologisch.
1 Liter Sprit pro Stunde (8 Liter auf 100km). 1/3 davon Abgas.

Es ist die Zeit der globalen Erderwärmung. Deutschland braucht chain gangs.  Der Umwelt zuliebe.

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Schnippschnipp

Oktober 25, 2008 at 7:49 pm (Uncategorized)

Also manchmal ist man ja schon ein bisschen naiv. Ich dachte eigentlich, es ginge um eine Vasoresektion. Und als er hier wieder aus dem Kennel steigt, ist er quasi totalentkernt. Armer Kerl.

Andererseits – es mag auch seine Vorteile haben *nachdenk*…

Ja, es mag seine Vorteile haben.

Fakt ist aber, unsereiner hätte das nicht so leicht weggesteckt. Ich hätte keine Lust, schon wenige Stunden danach wieder so beherzt von der Anrichte zu hüpfen. Oder mich ausgiebig zu schlecken. Oder mir von Rome den Kopf zwischen die Beine stecken zu lassen.

Und jetzt sitzt er hier neben mir und schaut mit Snooker. Ding Junhui gegen Piotr Murat. Referee ist Michaela Tabb. Eigentlich sollte er wie ein ganzer Kerl wegen der Schottin so aufmerksam zuschauen, aber er streckt sich lieber nach den flitzenden Snookerbällchen. Was mich wieder zu den seinen bringt.

Wüsste ich nicht, was gestern war, käme ich wohl auch nicht drauf. Ihm ist nichts anzumerken.

Rome hingegen macht seit gestern Abend den Eindruck, als würde sie gerne mal gepflegt kotzen.

Als ich gestern mittag nach Hause kam, dachte ich eigentlich, sie ein wenig irritiert hier vorzufinden. Doch weit gefehlt.

Dass sie ihn nicht mag, war mir vorher auch schon klar. Aber dass sie so aufblüht wenn er weg ist, war etwas seltsam festzustellen.  Vor Wonne durch die Wohnung gekullert, sich überall abgerollt, dauergeschnurrt, an mir rumgeklettert, ausgiebig, aufmerksam und interessiert gespielt und als ich eingeschlafen bin ziwschendurch hat sie sich so sehr Mühe gegeben, mich wieder wach zu bekommen (vergeblich). Sie war seit langem mal wieder die Alte – die, als die ich sie kannte.

Sie hat sich gefreut, als er weg war.
Jetzt ist er wieder da, und sie ist enttäuscht.

(Ooooooh, Michi Tabb erlegte soeben eine Fliege auf dem Snooker-Tisch mit einem Geschick, das an Anmut kaum noch zu überbieten ist…)

Er sitzt hier, sie liegt irgendwo anders, irgendwo, wo sie weder mich noch ihn sehen muss. Und irgendwie tut sie mir leid.

Mehr als er, obwohl an ihr keiner rumgeschnippelt hat.

Nicht physisch, jedenfalls.

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Dosenbarf wäre ideal

Oktober 13, 2008 at 5:07 pm (katzen) (, , , , )

600g Hühnerbrust
500g Rindersuppenfleisch
460g Rinderherz

10g Dorschlebertran
10g easy B.a.r.F.
0,213g Seealgenmehl
3,120g Bierhefe
31,105g Weizenkeimöl
3,120g Knochenmehl (Ca/P 35,3/15,8)
15,015g Calciumcitrat (21,1%)
2,20g Taurin
51g Leinöl
73g Olivenöl
78g Karotte
790g Wasser
Und zwei Stunden Zeit.

Ergibt Futter für 11 Tage.

Dosen aufmachen war einfacher. In zweierlei Hinsicht: praktisch und emotional.
Hin und her ging es in diesen zwei Stunden. Mal mit Überzeugung auf die dritte Nachkommastelle genau abgewogen, mal innerlich geflucht und mich selbst ausgelacht und einfach auf Zehntel gerundet.

Und am Ende eine unangenehme Unsicherheit. Und wieder der Gedanke ans Dosenfutter. Damit macht man sich nämlich nicht Gedanken wie
„Uiuiui, das Calciumcitrat ergibt aber einen ganz schönen Haufen!“ oder
„Herrje, jetzt hab ich hier fast die vierfache Menge Vitamin D3 als ich eigentlich haben sollte und bekomm das über die Supplemente nicht ausgeglichen!!! Ahh!!!“ oder
„Mist, mir fehlen drei mg Fortain und ich hab keins im Haus…“ oder
„Ich weiß, ich sollte tierische Fette bevorzugen, aber in deren Ermangelung müssen es eben Lein- und Olivenöl tun.“ oder
„Was ist eigentlich, wenn beim Essen die Flüssigkeit nicht mit verputzt wird und die mühsam abgewogenen Supplemente gar nicht in den Katzen landen?“ oder
„Sollte ich sauerem Harn vorbeugen und besser Carbonat nehmen, um den pH-Wert im Alkalischen zu halten?“…

Wenn man aus der Dose füttert läuft man auch nicht Gefahr, es persönlich zu nehmen, wenn die Viehcher nicht aufessen oder gar erst mal ausgiebig die Nasen rümpfen, bevor der Hunger ein bisschen was reintreibt. Schließlich hat man nicht selbst gekocht.
Und wenn man Menschen bekocht endet es nur äußerst selten in solch einem Desaster: Menschen denken, sie müssen „höflich“ sein, Katzen denken da nicht, sie sind, wie sie sind: ehrlich.
Manchmal auch schonungslos ehrlich.

Da hat man dann also irgendwann 22 Döschen im Tiefkühler und stellt fest: man bräuchte eigentlich noch 44 weitere, mit zwei anderen Rezepturen. Man will ja selbst auch nicht eine Woche lang tagtäglich das gleiche Essen.

Und wenn dann der Tiefkühler zu ist und man weiß, dass man zwar was getan hat aber dennoch nicht zufrieden ist, muss der Blick unweigerlich auch noch über das Schlachtfeld wandern, das sich da Küche nennt.

Fette und Öle schmieren sich schmierig wie Jura-Studenten in der Brunft, geraspelte Möhren kleben, wo man gar nicht geraspelt hat und Supplementstaub überzieht die Kochlandschaft wie der erste zarte Reif im November die Auen.

Das große Fressen hingegen inszenieren die beiden Hauptakteure weitaus weniger pompös:
Ran an die Buletten, den Boden in rot-gelbe Supplementsoße tränken, ein paar Anstandsbrocken in den Näpfen lassen und sich wieder verziehen.
Beim Zubereiten standen sie satte eineinhalb Stunden dabei und erzählten ausführlich von der Grummelei in der Katzenmagengegend, die halbe Stunde Abwasch scheint sie nun weitaus weniger zu interessieren.
Saubande.

Vielleicht sollte man doch einfach Dosen aufmachen?
Ohne Angst vor Mangelernährung.

Vielleicht aber auch nicht.
Mal sehen.

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Schlachthof

Oktober 7, 2008 at 11:18 pm (katzen) (, , , , , )

Der Schlachthof riecht immer noch so wie vor 25 Jahren. Wie ein Schlachthof eben so riecht. Mir persönlich jetzt nur im ersten Moment etwas unangenehm, aber ich gewöhn mich irgendwie relativ schnell daran. So riecht wohl Tod ohne Verwesung.

Ein recht kleines Rind muss es gewesen sein, dessen Pumpe ich dort erstand, denn das, das Gaby in HH vorbei gebracht hatte war wohl gut doppelt so groß. Aber wir sind ja auch nicht allzu lange in Franken, da reicht das.
Nach der Verarbeitung waren sieben Tagesprotionen für zwei Katzen daraus geworden, eine gab es gleich heute selbstverständlich.
Macht also an Gewicht etwas über 1,5 Kilo.
Stückpreis für das Herz waren: drei Euro. Ergibt nach Adam Riese einen Preis pro Tagesration und Katze von 50 Europfennigen zuzüglich die Supplemente.
So wird Barfen schon beinahe konkurrenzlos billiger. Nur Schwarzangeln und Wildern können bei dem Preiskampf noch mithalten.

Die Suppis sind auch recht übersichtlich; ich hab hier Marienfelde Vitakalk dabei, Calciumcarbonat, Taurin und Weizenkeimöl, das war’s schon.
Wobei ich mir das Taurin beim Herz wohl sparen könnte.
Zur Abwechslung kam heute Olivenöl als Fettquelle zum Einsatz.
Es ist schon ein Theater irgendwo, aber wenn man es einfach tut gewöhnt man sich daran.
Der von der Form her etwas schlichte, aber wahrscheinlich inhaltlich treffsichere Kommentar meiner Mutter, als ich auf Tausendstel Gramm abwog, bringt die Sache was mich angeht auf den Punkt: „Du und Katzen.“
Intoniert mit einer hohen Spitze auf dem „Du“ und einer tonal tieferen Emphase auf „Katzen“.

So ist das wohl: ich und Katzen.

Am Abend schließlich gab es noch das ziemlich größte Kompliment für Romina (jedenfalls fasse ich es als eines auf): den naiv-interessierten Nubi tätschelnd meinte meine Mutter:

„Die andere lässt sich ja nicht anfassen. Die ist zu stolz.“

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Wenn dreie eine Reise tun…

Oktober 6, 2008 at 11:38 pm (katzen) (, , , , , )

Wie immer stieg Romina freiwillig in den carrier ein, in dem sich der Kater schon in der Zwangsverbannung befand, in die ich ihn nachdrücklich gesteckt hatte, nachdem er geschätzte 200 Gramm Vitaminflocken feinsäuberlich auf dem Boden verteilt hatte. Ich kam vor der Abfahrt nicht mehr dazu, das wegzuwischen, stand ich doch unter Zeitdruck. Sollte mir also auf dem Weg zurück nach Hause etwas zustoßen und einer von euch meine Wohnung räumen müssen, seht mich nicht als Schlampe. Zumindest nicht wegen der Vitaminflocken…

Anubis ist eine Heulboje, das war klar und so hat sich das auch heute wieder herausgestellt. Nach Braunschweig ging ihm die Luft aus und dann war erst mal Ruhe. Ich bilde mir ein, dass das Radio, an das ich beide inzwischen gewöhnt habe, ein bisschen Katzenruhe verbreiten konnte und was Romina angeht vielleicht ja auch die Bachblüten. Sie war wirklich sehr viel entspannter während der Fahrt, als ich mir das gedacht hätte. Vielleicht genoss sie einfach auch nur das Ambiente in der Karre.

(Exkurs Zitat Sixt-Fräulein: „Sie erhalten heute einen etwas größeren Wagen zum gleichen Preis.“ und in meinem Kopf „Yesssss!“ und *schwupps* war ich weg im T-Modell, bevor noch jemand ankommt, von wegen Buchungsfehler oder sowas. Ich sag nur: McLaren im Motorsport und Benz auf der Straße, beides zweifelsohne weltmeisterliche performance.)

Ich steckte also beim entspannten Cruisen die Kasseler Berge runter meine Finger durch die carrier-Schlitze gen Haupt meiner Süßen und die war sichtlich entspannt, auch ohne die Tätschelei. (Das ermöglichte mir dann das reuelose konzentrierte Fahren mit Machete zwischen den Zähnen *harr*. Nein, Scherz beiseite, Rowdies auf der Straße sind alles andere als männlich. Nur schnallen das die meisten dummerweise nicht.)

Ich war bereit, eine Pause auf einem Rastplatz einzulegen, so es denn per Mehrheitsvotum der im Parlament vertretenen zehn Beine angeraten gewesen wäre, doch es herrschte weitestgehend betroffenes Schweigen. So schweiften die Gedanken dann ab auf gewisse körperliche Grundbedürfnisse der kleinen Racker, doch die hatten sich vorbildlich unter Kontrolle, mochte auf Höhe Fulda der Regen auch eine noch so plastische und suggestive Hintergrundmusik für die Reiseepisode abgeben. Man hielt dicht.

Nach fünfeinhalb Stunden ging’s dann mit Vorwitz raus ins Unbekannte und seitdem putzen sie (vor allem Romina) hier beflissen den Staub hinter den E-Heizkörpern und unter meinem Bett weg. Der hängt dann immer in den Katzengesichtern und ich hoffe stark, er möge eine pflegende Wirkung entfalten, naht der Samstag doch unaufhaltsamen Schrittes. Just in diesem Moment schnüffelt Rome den Staub hier von meinem Bücherregal und – och – beim Blick dahin bekomm ich glatt Lust, den verwaisten Schmökern ein bisschen meiner Zeit zu gönnen.

Wo könnte ich wohl anfangen – Brigitte Muths „Einführung in die Mathematik“ vielleicht, die der Statistik gerade mal 14 Seiten widmet? De Sade sehe ich noch, ach ja, die Jugend… Wahrscheinlich verliere ich mich nachher noch kurz im Bildband von Helnwein, kranker Typ, geniales Werk.

Der Kater indess pennt bereits seit zwei Stunden. Der ist wohl ziemlich geschafft. Auch im Umgang mit fremden Personen erweist er sich als wenig abgeklärt (was ich nicht anders erwartet habe), Romina hingegen ist zugänglich, aber ladylike pikiert. So wie es sein soll.

Zu Abend gab es – und nun darf vor Neid erblasst werden – frische Kaninchenkeule. Den Knochen an der Katzenangel, in erster Linie das Ding von Anubis, und nach dem Vorspiel dann der eigentliche Akt mit 180 Gramm Kaninchenfleisch, supplementiert mit den entsprechenden Mengen an Weizenkeimöl, Vitakalk Marienfelde, Calciumcarbonat und Taurin. Dabei ist mir aufgefallen, dass eines der Supplemente sich bei der Verbindung mit Wasser ordentlich gelb verfärbt, was mir auch schon zu Hause aufgefallen war, nachdem am ersten 100% gebarften Tag der Küchenboden nicht nur wie erwartet rot von Blut sondern auch knallig gelb von irgend was anderem war.
Das Karnickel jedenfalls ging weg wie nix.
Und morgen früh geht’s zum Einkaufen in den Schlachthof…

Soweit mal die Eindrücke von heute, der gebotenen (und wahrscheinlich ohnehin schon überstrapazierten) Kürze wegen um das Nötige gekürzt.

Nur noch einen Magenschwinger zum Abschied.

Ich hab vorhin die Gelegenheit genutzt, und nach Monaten mal wieder mit einer Fernbedienung einen Fernseher bedient. Auf N24 lief eine dieser unsäglich doofen „Dokus“, die „das wahre Leben“ darstellen sollen oder so, jedenfalls ging es um die Arbeit von ein paar Typen, die in Berlin die Spree von Unrat befreien.
Zwei Teams wurden da mit der Kamera verfolgt: eines auf einem etwas größeren Schiff, das mittels Kran auch schon mal ein Auto bergen kann und ein Zweimann-Team aus baldigen Pensionären, die auf einer Nussschale rumschippern und mit Keschern und Haken den Mist da rausziehen.

Und die berichteten also, was sie so ungewöhnliches fänden im Laufe ihrer Arbeit und just in dem Moment sieht der eine mit geschultem Auge eine Kiste durch die trübe Brühe, die dann mit vereinten Kräften an Bord gehievt wird.

Der eine Typ kommentiert mit unbestechlichem Scharfsinn „Dat ihs ein Karton.“ und fummelt daran rum. Dann meint er, es sähe so aus, als ‘wäre da noch jemand drin’ und – tatsächlich: es kommt ein Rucksack zum Vorschein, der natürlich auch inspiziert werden muss; die Kamera wacht über den gesamten Vorgang.

Im Rucksack dann ist eine Plastiktüte. Die wird geborgen und auf den glitschig-dreckigen Bootsboden ausgeleert. Mit einem dumpfen *wumpp* landet ein durchnässter Katzenkadaver auf den Planken.
Die Typen an Bord meinen, sowas hätten sie öfter.

Anubis kommt und legt sich schnurrend auf meine Plauze. Das heißt dann wohl, ich muss jetzt schlafen.

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Love is in the air.

September 21, 2008 at 2:05 pm (Uncategorized)

Morgen wird er fünf Monate alt.

Er nutzt nach wie vor jede Gelgenheit, an ihr rumzusaugen, und gerade eben hat er zum ersten mal versucht, sie mit seinem stiffy zu penetrieren.

Kann man sich das vorstellen: einen kleinwüchsigen Menschen, der noch am Daumen lutscht, aber schon nageln will?

Kann man wahrscheinlich, mit viel Mühe.

Der Vorteil bei Katzen: solche Spinner kann man verkaufen.

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(Nicht so richtig) Pikante Details

September 10, 2008 at 8:32 pm (katzen) (, , , , )

Ich bin gerade zurück von der abendlicher Kloputztour. Vorhin hatte ich mir den Kater geschnappt und wollte ihn eigentlich mal so riiiiichtig durchwuscheln, aber der hatte gerade big business abgewickelt, wie ich merken musste, als ich ihn mir ans Gesicht hielt und so ließ ich ihn entsetzt wieder los. Ich wusste, mir würde heute noch ein gewisser Haufen Arbeit blühen…

Leider hat es sich damit aber auch schon an Blumigem, was ich über die Sache vermelden kann.

Doch bevor ich zum Schwarzen komme, fang ich erst mal mit dem Weißen an.

Ich hab ja nu hier kein Feliton Soft mehr. Bisher definitiv mein Favorit. Riecht ordentlich nach Babypuder (wenn ich grad morgens keine Zeit mehr zum Duschen hab, reib ich mir das auch schon mal so unter die Achseln [*schubber*], denn nicht nur Catsan saugt auf, bevor Geruch entsteht…). Außerdem ist Feliton Soft grobkörnig genug, um nicht zwischen den kleinen Katzenballen durch die ganze Wohnung getragen zu werden, das Betonitstreu hingegen schon. Aber zurück zum Thema.

Feliton Soft ist keins mehr da. Feliton Extreme hab ich noch zwei Säcke, aber eigentlich wollte ich die zurückgeben, wenn ich mal ein Auto hätte. Denn das alles wegsaugen ist schon lästig.

Nun hatte ich als Katzenbesitzeranfänger im März ja mal irgendwo eine 10l-Packung Catsan Klumpstreu mitgenommen und aus Interesse landete die vor einigen Tagen dann in einem frisch desinfizieren KaKlo. Und was soll ich sagen – des ist einfach enttäuschend. Das ist man ja inzwischen schon von wirklich ALLEM gewohnt, was an Katzenartikeln herkömmlich beworben wird.
Die Ergiebigkeit ist praktisch nicht vorhanden, es die Klumpeigenschaft ist der von Golden Grey und Feliton um Welten unterlegen und man ist verleitet, statt von „Klumpeigenschaft“ von „Schmiereigenschaft“ zu sprechen, denn statt sich rausschaufeln zu lassen, schmiegt sich die Pampe an die Schaufel ran wie Tante Erna an Onkel Karl.
So, und wie lang ist das jetzt her, dass ich das Zeug eingefüllt habe – doch vielleicht grad mal vier Tage oder so und die Hälfte ist schon wieder rausgeschaufelt.

Also werde ich noch heute Feliton Extreme nachfüllen, das verträgt sich zwar genau wie das Catsan zwischen den Tatzen, aber immerhin ist dann die performance im Klo echt erstklassig.

Apropos performance im Klo – das ist das zweite Thema von heute, und es klang eingangs ja schon an.

Nein, ich gehe nicht näher darauf ein, dass der Kater müffelt als wäre sein Darm direkt in den Tiefen des Hades vom Antichristen persönlich gesponnen worden, vielmehr geht es mir (zumindest heute) um – VORSICHT, 180° Wende! – um die vorzügliche Umsetzbarkeit von PetFit. (!!! Haha, gell, damit habt ihr jetzt nicht gerechnet?! )

Im Ernst. Von den fünf Sorten sind drei hier mit Pauken und Trompeten durchgefallen (zum Glück zur im Geschmackstest, nicht durchs Rektum). Übrig geblieben sind a) Geflügel, Herz, Nudeln und Joghurt und b) Weißfisch, Reis und Gemüse.
Zunächst sei der Korrektheit halber auch erwähnt, dass in den Dosen diesmal die Ballast- (oder besser „Füll-)stoffe durchaus in vertretbarem Rahmen vorzufinden waren; die Rigatoni waren also wieder eher Zugabe statt Hauptzutat.
Weil ich nun wusste, dass PetFit nicht gefressen wird, habe ich die letzten beiden Sorten als 200g getestet und nicht wie die vorherigen als 400g, von denen dann am Tag auf zwei Katzen verteilt vielleicht 40g gefressen wurden und 360 im Eimer landeten.

Gestern gab’s also morgens das Geflügel, das war mittags aufgegessen, und abends hab ich, experimentierfreudig wie ich bin, dann nch den Weißfisch nachgeschoben und auch der war fast weg, als ich zu Bett ging.

Es muss jedoch schon auch erwähnt werden: am Vortag gab es den Strauß von Vet Concept, und der ging mal GAR NICHT, da war wieder einen Tag lang Hungerstreik; das wird sich eventuell auch auf die Akzeptanz von PF ausgewirkt haben, allerdings werde ich dies durch einen weiteren Test mit den beiden besagten Sorten eruieren (und hoffentlich verifizieren).

So, aber nun ENDLICH zum eigentlichen Punkt: PF gibt eine Verwertbarkeit von 70 – 90 Prozent an und ich tendiere dazu, das Fingerchen deutlich in Richtung der rechtsseitigen Zahl zu recken. Wenn hier keiner wirklich heftige Verstopfung haben sollte (und der Kater scheidet schon mal aus, das ist unumstößliches olfaktorisches Fakt) wird das wirklich beinahe bilderbuchmäßig von meinen Felinen hier umgesetzt. Heidewitzka, ich war echt aufrichtig überrascht. Beim nächsten Mal sammle ich das alles mal und mach ein Foto davon, damit ihr auch staunen könnt.

Was also die Umsetzung angeht, sehe ich die beiden hier akzeptierten Sorten gegenüber VC im Vorteil. Leider nützt das halt wenig, wenn von fünf Sorten nur zwei als fütterbar übrig bleiben.

So, und jetzt bring ich das Verbrechen von dem Kater vor die Tür, morgen kommen die Typen in Orange. Sollen die sich darum kümmern.

Als’ denn.

P.S.: Das mit dem Foto machen habt ihr mir jetzt echt abgekauft, nicht wahr?
Gut so.

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Reziproke Peristaltik

September 7, 2008 at 7:18 am (katzen) (, , )

Seit heute Morgen ist es nun dann doch auch bei mir soweit: nach gut fünf Monaten als Katzenhalter gehöre nun auch endlich ich zu den Bekotzten.

Also nicht direkt ich selbst, glücklicher Weise, sondern der Boden. Des Nächtens kam jemandem sein Vet Concept „Strauß“ hoch; wenn ich mal Rückschlüsse von Menge und Durchmesser des Göbelstrangs auf den Hals ziehe, durch den sich die fettig-gelbgraue Wurst mit eingegossenen Reiskörnchen hochgewunden hat (wobei das Gelb von Käserollis zu kommen schien), dann tippe ich auf Romina. Even more so, da sie ja immer mehr mäkelt als der Kater.

Rücksichtsvoll wurde das unförmige Ding so platziert, dass nichts in die Fugen der Holzdielen kriechen konnte, und ich hoffe sehr, dass es immer so bleiben wird.

Für heute gibt’s dann gleich statt einer weiteren 400g-Dose nun erst mal 156g Porta Thunfisch mit Krebsfleisch, und zum sonntäglichen Abendschmaus einen saftigen Rinderherz- und Putenmagen-Barf.

Och nee, hier gibt’s gerade live action, schon wieder zwei neue Reihereien – gut, dass ich für Teppiche Vanish Oxy-Action von der Vormieterin hiergelassen bekommen habe…
Schön, also werde ich in Zukunft aufpassen müssen, wenn’s Strauß geben soll.

Oder doch endlich mal umsteigen auf 80% barf…

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Die armen, hungrigen Katzis…

September 3, 2008 at 10:27 am (katzen) (, , )

Sowas.

War gerade mal einkaufen. Da ich ja nun die Anwandlungen des Katers zum wiederholten Male kennen gelernt habe, verstecke ich nun selbst Gemüse (außer Champignons, Kartoffeln und Möhren) ziemlich gut. SOnst habe ich nämlich, wenn ich nicht aufpasse, statt einer ganzen Salatgurke nur noch 3/4 davon für mich, weil das andere Viertel im Katermagen verschwindet. Eigentlich ist es ja ganz nett, wenn so eine Katze aus dem Mund nach Gurke riecht. Besser als nach Käserollis in jedem Fall.

Naja und heute? Alles weggepackt, Nubi ganz artig. Die Hühnermägen sind erst mal in die Kühlung gewandert, denn im Napf steht noch das Vet Concept-Karnickel von heute Morgen. Und das wird wohl noch eine Zeit so bleiben.

Rome hat für sich eine Alternative gefunden: Knorr Geschnetzeltes Züricher Art.
Ohne das Fleisch.
Und ohne Kartoffeln.
Auch ohne Nudeln.
Ohne Zwiebeln ebenso.
Ääh, ja – und ohne Wasser.
So aus der Tüte.

Widerlich! Naja. Wenn sie davon die Masse am Kopf bekommt, die bisher fehlt – bitteschön.

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