Conquering Räuber Hotzenplotz
Buxtehude naht, und Herrchen und Katzi haben seit geraumer Zeit wieder mal richtig Bögge auf diese Art action. Außerdem fehlen seit Wochen die Käserollis im Haus.
Eine Woche vorher gibts mal wieder 100% Barf, denn nur das gibt ordentlich Tinte aufn Füller. Gestern morgens Fisch von Animonda, und abends satte 350g Pute nur mit e.a.s.y. supplementiert und bissl Hanföl. Der Hammer.
Hämeisen fehlt nach wie vor, das versuchen wir mit Herzen aufzufangen, aber das reicht natürlich nicht. Das ist unser Vorsatz für 09.
Taurin ist vorerst abgesetzt, weils sonst ja eh nur wieder Mecker wegen dem „zu weichen Fell“ gibt. Papperlapapp sagen wir dazu, den weiches Fell rult galore. Aber man will die Richterhand ja nicht brüskieren.
Mal sehen wie die das am Wochenende sehen.
Off topic
Ich hab wenig Motivation, sonderlich vom eigentlichen Thema hier abzuweichen und finde Alltagsbloggerei ja eigentlich schon ziemlich dämlich.
Trotzdem muss ich grad mal was los werden.
Gerade hörte ich von britischen Schulen, die incentives für ihre Schüler bereit halten, um ihre Lernleistung zu verbessern: wie bei den von mir so geliebten auf Effizienz bedachten Neustudis dreht sich somit alles um credits – um Leistungspunkte also.
Schuluniform sitzt nicht ordnungsgemäß? 10 Punkte Abzug.
Ständiges Schwätzen in der Stunde? 5 Punkt Minus.
Tollen essay geschrieben oder supi Bild gemalt? Plus 50 credits.
Und so weiter.
X-Box gibts für 2000 credits, MP3-Spieler 1700, Fußball 130.
Scheinbar versuchen die Länder europaweit, sich PISA-mäßig zu pushen.
Die Frage, die sich daraus ergibt ist klar: Ist der Ansatz vielleicht völlig daneben? Muss man materieller Güter anbieten, damit ideell noch was geht? Und wenn dem so ist, was sagt das über Zeit und Gesellschaft – wenn also die X-Box (oder schlimmer noch: die kindische Wii) wichtiger ist als das Wissen beispielsweise um den Punk, der am 11.08. 480 v. d. Z. bei den Thermopylen abgegangen ist?
Unausweichlich wird die Misere wenn sich zeigen sollte: die Briten sind mit ihrer Taktik erfolgreich.
Was dann?
Sicher, NEPS arbeitet auch mit incentives, aber dort erbringen die Schüler ja auch eine extracurriculare Extraleistung.
So.
Zu guter Letzt: Ich hasse Laubbläser!
Haben sich zur Zeit von Rechen und Schubkarre eigentlich auch alle die, die sich heute so peinlich genau um abgestorbene Blätter kümmern, um Reinlichkeit auf Gehweg und Rasen gesorgt?
Ich mutmaße: nö.
Ist das irgendein Männlichkeitsding das ich nicht raffe, wenn irgendwelche Proletarier mit einem riesen Rohr in der Hand über den Boden blasen?
Muss man sich schämen, wenn man Baumärkte meidet und in der STIHL-Abteilung nicht in Verzückung gerät?
Schaffte es nicht Arbeitsplätze, einem Proll den Motor aus der Hand zu nehmen und dafür zweien der gleichen Sorte Rechen in die Hand zu drücken?
Ich merke, ich steigere mich rein. Unnötig.
Die Fakten:
110 dB. Presslufthammermäßig.
320 km/H. Derber Orkan in Bodennähe. Sicher doll ökologisch.
1 Liter Sprit pro Stunde (8 Liter auf 100km). 1/3 davon Abgas.
Es ist die Zeit der globalen Erderwärmung. Deutschland braucht chain gangs. Der Umwelt zuliebe.
Schnippschnipp
Also manchmal ist man ja schon ein bisschen naiv. Ich dachte eigentlich, es ginge um eine Vasoresektion. Und als er hier wieder aus dem Kennel steigt, ist er quasi totalentkernt. Armer Kerl.
Andererseits – es mag auch seine Vorteile haben *nachdenk*…
…
Ja, es mag seine Vorteile haben.
Fakt ist aber, unsereiner hätte das nicht so leicht weggesteckt. Ich hätte keine Lust, schon wenige Stunden danach wieder so beherzt von der Anrichte zu hüpfen. Oder mich ausgiebig zu schlecken. Oder mir von Rome den Kopf zwischen die Beine stecken zu lassen.
Und jetzt sitzt er hier neben mir und schaut mit Snooker. Ding Junhui gegen Piotr Murat. Referee ist Michaela Tabb. Eigentlich sollte er wie ein ganzer Kerl wegen der Schottin so aufmerksam zuschauen, aber er streckt sich lieber nach den flitzenden Snookerbällchen. Was mich wieder zu den seinen bringt.
Wüsste ich nicht, was gestern war, käme ich wohl auch nicht drauf. Ihm ist nichts anzumerken.
Rome hingegen macht seit gestern Abend den Eindruck, als würde sie gerne mal gepflegt kotzen.
Als ich gestern mittag nach Hause kam, dachte ich eigentlich, sie ein wenig irritiert hier vorzufinden. Doch weit gefehlt.
Dass sie ihn nicht mag, war mir vorher auch schon klar. Aber dass sie so aufblüht wenn er weg ist, war etwas seltsam festzustellen. Vor Wonne durch die Wohnung gekullert, sich überall abgerollt, dauergeschnurrt, an mir rumgeklettert, ausgiebig, aufmerksam und interessiert gespielt und als ich eingeschlafen bin ziwschendurch hat sie sich so sehr Mühe gegeben, mich wieder wach zu bekommen (vergeblich). Sie war seit langem mal wieder die Alte – die, als die ich sie kannte.
Sie hat sich gefreut, als er weg war.
Jetzt ist er wieder da, und sie ist enttäuscht.
(Ooooooh, Michi Tabb erlegte soeben eine Fliege auf dem Snooker-Tisch mit einem Geschick, das an Anmut kaum noch zu überbieten ist…)
Er sitzt hier, sie liegt irgendwo anders, irgendwo, wo sie weder mich noch ihn sehen muss. Und irgendwie tut sie mir leid.
Mehr als er, obwohl an ihr keiner rumgeschnippelt hat.
Nicht physisch, jedenfalls.
Love is in the air.
Morgen wird er fünf Monate alt.
Er nutzt nach wie vor jede Gelgenheit, an ihr rumzusaugen, und gerade eben hat er zum ersten mal versucht, sie mit seinem stiffy zu penetrieren.
Kann man sich das vorstellen: einen kleinwüchsigen Menschen, der noch am Daumen lutscht, aber schon nageln will?
Kann man wahrscheinlich, mit viel Mühe.
Der Vorteil bei Katzen: solche Spinner kann man verkaufen.
(Nicht so richtig) Pikante Details
Ich bin gerade zurück von der abendlicher Kloputztour. Vorhin hatte ich mir den Kater geschnappt und wollte ihn eigentlich mal so riiiiichtig durchwuscheln, aber der hatte gerade big business abgewickelt, wie ich merken musste, als ich ihn mir ans Gesicht hielt und so ließ ich ihn entsetzt wieder los. Ich wusste, mir würde heute noch ein gewisser Haufen Arbeit blühen…
Leider hat es sich damit aber auch schon an Blumigem, was ich über die Sache vermelden kann.
Doch bevor ich zum Schwarzen komme, fang ich erst mal mit dem Weißen an.
Ich hab ja nu hier kein Feliton Soft mehr. Bisher definitiv mein Favorit. Riecht ordentlich nach Babypuder (wenn ich grad morgens keine Zeit mehr zum Duschen hab, reib ich mir das auch schon mal so unter die Achseln [*schubber*], denn nicht nur Catsan saugt auf, bevor Geruch entsteht…). Außerdem ist Feliton Soft grobkörnig genug, um nicht zwischen den kleinen Katzenballen durch die ganze Wohnung getragen zu werden, das Betonitstreu hingegen schon. Aber zurück zum Thema.
Feliton Soft ist keins mehr da. Feliton Extreme hab ich noch zwei Säcke, aber eigentlich wollte ich die zurückgeben, wenn ich mal ein Auto hätte. Denn das alles wegsaugen ist schon lästig.
Nun hatte ich als Katzenbesitzeranfänger im März ja mal irgendwo eine 10l-Packung Catsan Klumpstreu mitgenommen und aus Interesse landete die vor einigen Tagen dann in einem frisch desinfizieren KaKlo. Und was soll ich sagen – des ist einfach enttäuschend. Das ist man ja inzwischen schon von wirklich ALLEM gewohnt, was an Katzenartikeln herkömmlich beworben wird.
Die Ergiebigkeit ist praktisch nicht vorhanden, es die Klumpeigenschaft ist der von Golden Grey und Feliton um Welten unterlegen und man ist verleitet, statt von „Klumpeigenschaft“ von „Schmiereigenschaft“ zu sprechen, denn statt sich rausschaufeln zu lassen, schmiegt sich die Pampe an die Schaufel ran wie Tante Erna an Onkel Karl.
So, und wie lang ist das jetzt her, dass ich das Zeug eingefüllt habe – doch vielleicht grad mal vier Tage oder so und die Hälfte ist schon wieder rausgeschaufelt.
Also werde ich noch heute Feliton Extreme nachfüllen, das verträgt sich zwar genau wie das Catsan zwischen den Tatzen, aber immerhin ist dann die performance im Klo echt erstklassig.
Apropos performance im Klo – das ist das zweite Thema von heute, und es klang eingangs ja schon an.
Nein, ich gehe nicht näher darauf ein, dass der Kater müffelt als wäre sein Darm direkt in den Tiefen des Hades vom Antichristen persönlich gesponnen worden, vielmehr geht es mir (zumindest heute) um – VORSICHT, 180° Wende! – um die vorzügliche Umsetzbarkeit von PetFit. (!!! Haha, gell, damit habt ihr jetzt nicht gerechnet?! )
Im Ernst. Von den fünf Sorten sind drei hier mit Pauken und Trompeten durchgefallen (zum Glück zur im Geschmackstest, nicht durchs Rektum). Übrig geblieben sind a) Geflügel, Herz, Nudeln und Joghurt und b) Weißfisch, Reis und Gemüse.
Zunächst sei der Korrektheit halber auch erwähnt, dass in den Dosen diesmal die Ballast- (oder besser „Füll-)stoffe durchaus in vertretbarem Rahmen vorzufinden waren; die Rigatoni waren also wieder eher Zugabe statt Hauptzutat.
Weil ich nun wusste, dass PetFit nicht gefressen wird, habe ich die letzten beiden Sorten als 200g getestet und nicht wie die vorherigen als 400g, von denen dann am Tag auf zwei Katzen verteilt vielleicht 40g gefressen wurden und 360 im Eimer landeten.
Gestern gab’s also morgens das Geflügel, das war mittags aufgegessen, und abends hab ich, experimentierfreudig wie ich bin, dann nch den Weißfisch nachgeschoben und auch der war fast weg, als ich zu Bett ging.
Es muss jedoch schon auch erwähnt werden: am Vortag gab es den Strauß von Vet Concept, und der ging mal GAR NICHT, da war wieder einen Tag lang Hungerstreik; das wird sich eventuell auch auf die Akzeptanz von PF ausgewirkt haben, allerdings werde ich dies durch einen weiteren Test mit den beiden besagten Sorten eruieren (und hoffentlich verifizieren).
So, aber nun ENDLICH zum eigentlichen Punkt: PF gibt eine Verwertbarkeit von 70 – 90 Prozent an und ich tendiere dazu, das Fingerchen deutlich in Richtung der rechtsseitigen Zahl zu recken. Wenn hier keiner wirklich heftige Verstopfung haben sollte (und der Kater scheidet schon mal aus, das ist unumstößliches olfaktorisches Fakt) wird das wirklich beinahe bilderbuchmäßig von meinen Felinen hier umgesetzt. Heidewitzka, ich war echt aufrichtig überrascht. Beim nächsten Mal sammle ich das alles mal und mach ein Foto davon, damit ihr auch staunen könnt.
Was also die Umsetzung angeht, sehe ich die beiden hier akzeptierten Sorten gegenüber VC im Vorteil. Leider nützt das halt wenig, wenn von fünf Sorten nur zwei als fütterbar übrig bleiben.
So, und jetzt bring ich das Verbrechen von dem Kater vor die Tür, morgen kommen die Typen in Orange. Sollen die sich darum kümmern.
Als’ denn.
P.S.: Das mit dem Foto machen habt ihr mir jetzt echt abgekauft, nicht wahr?
Gut so.
Reziproke Peristaltik
Seit heute Morgen ist es nun dann doch auch bei mir soweit: nach gut fünf Monaten als Katzenhalter gehöre nun auch endlich ich zu den Bekotzten.
Also nicht direkt ich selbst, glücklicher Weise, sondern der Boden. Des Nächtens kam jemandem sein Vet Concept „Strauß“ hoch; wenn ich mal Rückschlüsse von Menge und Durchmesser des Göbelstrangs auf den Hals ziehe, durch den sich die fettig-gelbgraue Wurst mit eingegossenen Reiskörnchen hochgewunden hat (wobei das Gelb von Käserollis zu kommen schien), dann tippe ich auf Romina. Even more so, da sie ja immer mehr mäkelt als der Kater.
Rücksichtsvoll wurde das unförmige Ding so platziert, dass nichts in die Fugen der Holzdielen kriechen konnte, und ich hoffe sehr, dass es immer so bleiben wird.
Für heute gibt’s dann gleich statt einer weiteren 400g-Dose nun erst mal 156g Porta Thunfisch mit Krebsfleisch, und zum sonntäglichen Abendschmaus einen saftigen Rinderherz- und Putenmagen-Barf.
Och nee, hier gibt’s gerade live action, schon wieder zwei neue Reihereien – gut, dass ich für Teppiche Vanish Oxy-Action von der Vormieterin hiergelassen bekommen habe…
Schön, also werde ich in Zukunft aufpassen müssen, wenn’s Strauß geben soll.
Oder doch endlich mal umsteigen auf 80% barf…
Die armen, hungrigen Katzis…
Sowas.
War gerade mal einkaufen. Da ich ja nun die Anwandlungen des Katers zum wiederholten Male kennen gelernt habe, verstecke ich nun selbst Gemüse (außer Champignons, Kartoffeln und Möhren) ziemlich gut. SOnst habe ich nämlich, wenn ich nicht aufpasse, statt einer ganzen Salatgurke nur noch 3/4 davon für mich, weil das andere Viertel im Katermagen verschwindet. Eigentlich ist es ja ganz nett, wenn so eine Katze aus dem Mund nach Gurke riecht. Besser als nach Käserollis in jedem Fall.
Naja und heute? Alles weggepackt, Nubi ganz artig. Die Hühnermägen sind erst mal in die Kühlung gewandert, denn im Napf steht noch das Vet Concept-Karnickel von heute Morgen. Und das wird wohl noch eine Zeit so bleiben.
Rome hat für sich eine Alternative gefunden: Knorr Geschnetzeltes Züricher Art.
Ohne das Fleisch.
Und ohne Kartoffeln.
Auch ohne Nudeln.
Ohne Zwiebeln ebenso.
Ääh, ja – und ohne Wasser.
So aus der Tüte.
Widerlich! Naja. Wenn sie davon die Masse am Kopf bekommt, die bisher fehlt – bitteschön.